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Fruchtbare Väter
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Spermiogramm

Bei vielen Paaren mit ungewollter Kinderlosigkeit liegt die Ursache in der Schwäche im Spermiogramm des Mannes.

Meine Erfahrung zeigt hier etwas merkwürdiges: Oft lehnen die betroffenen MännerUntersuchungen gleich oder bald ab. Im Gegenzug versuchen ihre Frauen dann halt selbst noch fruchtbarer zu sein, als sie es ohnehin schon sind.

Das ist ein Widerspruch. Und wie so oft in meiner Praxis möchte ich es hier auch noch einmaldeutlich sagen: So geht das nicht! Es gibt kein Mittel und keine Kur , die eine Frau anwenden kann, um damit das Spermiogramm ihres Mannes zu verbessern. Ich bitte deshalb noch einmal jede, dies für sich genau zu prüfen und gegebenenfalls zu trennen.

Ich kann sie ja verstehen, unsere Herren der Schöpfung. Möglicherweise ist die Diagnose „Unfruchtbarkeit“ für einen Mann eine noch größere Brandmarkung, als für die Frau. Schon seit dem man in unserer Geschichte diesbezüglich überhaupt nach Ursachen suchte, wurde man stets nur bei der Frau fündig. Ihr allein wurde schon im tiefsten Mittelalter der schwarze Peter für den fehlenden Erben zugeschanzt. Nicht ohne Auswirkungen in die heutige Zeit.

Männer achten zwar heute schon auf die Gesundheit ihrer Fortpflanzungsorgane, aber nicht sosehr auf deren Funktionstüchtigkeit. Es fehlt vielleicht das allmonatliche dran erinnert werden, auch das Bewusstsein für einen notwendigen Eisprung liegt bei der Frau, er hat keine Bauchschmerzen, keine schlechte Laune und keinen Blähbauch , wenn sie die Monatsblutung ankündigt. Er muss diese prämenstruellen Symptome auch nicht von frühen Schwangerschaftszeichen unterscheiden können.

Er hat es ziemlich gut in diesen Dingen. Als Begleiteffekt hat er vermutlich dadurch aber ein geringeres Bewusstsein für sich und sein Funktionieren entwickelt.

Wir schwer muss es ihm da fallen, sich all den Untersuchungen zu stellen, deren Ergebnisse ein tief verinnerlichtes archetypisches Bild zerrütten könnten: das des Begatters und Befruchters. Angenehm sind diese Untersuchungen bestimmt nicht, und ich kann es ihnen nicht verübeln.

Auch ist die Medizin noch nicht allzu lang darauf eingerichtet. Bis vor einiger Zeit mussten Männer mit Geschlechtserkrankungen noch zum Hautarzt gehen. Für Frauen gab es gynäkologische Befunde, bei den Männern wurden sie als „Hautprobleme“ behandelt.

Erst die Kinderwunschpraxen brachten da eine Änderung. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass all die Untersuchungen für den Mann sicherlich kein Zuckerschlecken sind.

Ich mag um Gottes Willen hier nicht gegen die Männer wettern. Im Gegenteil ich versuche, zusagen, WARUM sie sich es manchmal so schwer machen.

Sowohl historisch als auch medizinisch ist es auch mit einer Behandlung von Fortpflanzungsstörungen beim Manne nicht weit her. Die Untersuchungen sind viel weniger, als bei der Frau, ebenso die Behandlungsmethoden.

Eine wichtige Frage ist für mich, wie denn die Frau der betroffenen Männer mit dieser Problematik umgehen. Das muss jedes Paar natürlich ganz für sich selbst entscheiden und herausfinden. Je mehr die Männer sich da engagieren, um so lieber ist es mir.

Denjenigen unter uns, deren Männer sich da jedoch vielleicht etwas querstellen, die diese Untersuchungen ablehnen, oder sie durch Verzögerungstaktiken immer wieder hinaus schieben, möchte ich aber nahe legen, weiterhin das Gespräch mit ihren Partnern zu suchen, nicht nachzulassen in dem Versuch, ihn zur aktiven Mitarbeit in der Kinderwunschtherapie zu bewegen. <http://www.kinderwunschhilfe.de/images/blume.gif>

Für Diagnosen und Spermiogramme sind die Ärzte da. Bei der Behandlung sieht es da schon anders aus, da habe ich vielleicht ja doch etwas für den einen oder anderen in meinem Nähkästchen. Im Folgenden möchte ich Euch ein paar Tipps zusammenfassen. Entscheidet selbst, ob ihr euch nur auf diese verlassen möchtet, ob ihr sie begleitend zu einer konventionellen Kinderwunschtherapie anwenden möchtet, oder, ob ihr sie sogar „prophylaktisch“ einsetzen möchtet:

Stoffwechsel

Nur ein gesunder Stoffwechsel, kann gesund zeugen. Unabhängig davon, dass seit der Einführung der Pille über die Östrogenverunreinigung des Trinkwassers und der Fleischprodukte alljährlich die Spermienqualität unserer Männer in dramatischen Zahlen sinkt, verführen Genussmittel und üppige Nahrungsmittel sie dazu, sich ihren Stoffwechsel zu verschlacken.

Wir wissen, dass Fitness und ein einwandfreies Arbeiten von Leber und Nieren der Zeugungskraft sehr zuträglich ist. Sehr sogar! Ich hatte in meiner Praxis manchmal zufällig das Glück, zuzuschauen, wie sich mal eben so nebenbei die Spermienqualität einiger Männer drastisch verbesserte, wenn sie ihre Ernährung umstellten, auf Genussmittel oder Drogen verzichteten, oder wenn sie anfingen, ihren Körper wieder zu trainieren. Das heißt nicht, dass ein Mann dann auch „selber Schuld“ ist an seiner Unfruchtbarkeit. Ich möchte vielmehr sagen, dass es eine Menge gibt, was er selbst machen kann.

Karottensaft

Leber und Nieren werden durch ausgewogene und entsprechende Ernährung unterstützt. Eine ganz tolle Sache, Leber, Darm, Magen und Haut mal so richtig auf Vordermann zu bringen ist Karottensaft. Obwohl die Karotte selbst nicht im geringsten toxisch ist, hat man früher damit sogar Wurmbefall der Kinder behandelt. Das funktioniert deshalb, weil die Karotte die Verdauungsorgane so derart fit machen, dass dort diese Parasiten nicht mehr überleben können. Das ganze Verdauungsmillieu wird in eine gesund Balance gebracht. Es geht ganz einfach: Man trinkt morgens auf nüchternen Magen ein gut halbvollen Glas Karottensaft. Das ist alles. Diese Kur sollte mindestens drei Wochen dauern und kann, je nach Laune bis zu drei Monaten beibehalten werden.

Es sollte ein biologischer Karottensaft sein, von Voelkel oder Demeter. Mit Supermarktsonderangebotssaft funktioniert das leider nicht.

Diese Kur hilft auch bei Übelkeit in der Schwangerschaft, bei wiederholten Magenreizungen und bei chronischen Verdauungskrankheiten überhaupt. Und sie ist durchaus machbar: Stellt Eurem Liebsten einfach morgens ein Glas davon hin. Er schmeckt gekühlt gar nicht so schrecklich.

Phytohypophyson L

Ja, ja das gute Phytohypophyson L schmeckt überhaupt nicht gut. Ich weiß. Ich weiß aber auch, dass es in der Behandlung schlechter Spermiogramme schlichtweg unersetzlich ist. Für Männer ist dreimal täglich eine Gabe von 50 Tropfen vorgesehen, und ich weiß, dass viele Frauen es immer schwerer haben, sie irgendwie regelmäßig in ihre Männer zu bekommen.

Ich habe aber kein anderes Mittel sich so deutlich positiv auf die Spermien auswirken sehen.

Ich habe sie tatsächlich erlebt, diese kleinen medizinischen Wunder, wo Männer, denen schulmedizinisch eine Fortpflanzung ohne chirurgische Hilfe „bescheinigt“ wurde, dann recht flott nach dieser Einnahme dieser Arznei zu Vätern wurden.

Ich habe dieses PH in der „Kinderwunschbibliothek“ beschrieben.

In ihm sind zwei weitere Arzneien enthalten, eines aktiviert den Stoffwechsel der Nieren, das andere den der Leber – könnt ihr die Nachtigall schon trapsen hören ?

Vitamine

Noch so ein leidiges Thema: Wie bekomme ich die Vitamine in meinen Mann.?

Noch immer treffe ich viele Männer, die der Ansicht sind, das Salatblatt unter dem Hamburger und das Kraut im Döner seien Vitamine und damit gesund genug. Das sehe ich nicht so.

Einerseits stimmt es, dass immer mehr Nahrungsmittel auf dem Markt sind, denen etliche Mineralien und Vitamine zugesetzt wurden, andererseits aber haben schon heute unsere Obst- und Gemüseprodukte nur noch einen Bruchteil an Vitaminen, wie vor 30 Jahren. Deshalb stimmt Mutters Satz: „Jeden tag ein Obst“ nicht mehr. Deshalb werden den Nahrungsmitteln ja überhaupt nur Vitamine zugefügt. Mit fortschreitender landwirtschaftlicher Produktionstechnik wird es für uns immer schwieriger, die nötigen Mengen an Vitaminen aus deren Produkten aufzunehmen. Der Anteil derer Vitamine, die als Additive anderen Produkten beigegeben werden, steigt im Verhältnis zu den natürlichen immer mehr. Daran kann auch kein Brausepräparat aus dem Supermarkt mehr etwas ändern.

Vitamine und Mineralien werden immer wichtiger, und ich kann euch nur empfehlen, euch bei Gelegenheit einfach mal ein entsprechendes Buch anzuschaffen, denn so weit kann ich hier nicht ausholen.

Ich schreibe hier nur Stichpunkte auf, die ich ja doch bemerkenswert finde:

Das Schwermetall Molybdän. Noch nie gehört? Ich früher auch nicht. Es kommt vor in: Hülsenfrüchten, Rindernieren, Meersalz ,Algen. Bei Unterversorgung ruft es Impotenz des Mannes hervor. Es hat vermutlich für Mann UND Frau eine Bedeutung für die Fruchtbarkeit.

Zink. Enthalten in Milch, Schalentieren, Seefisch, Fleisch, Leber, und Eiern. Es ist unentbehrlich für das Wachstum, besonders bei Kindern und bei der Fortpflanzung.

Jod. Enthalten in Milch, jodiertem Speisesalz, Lebertran, Seefisch, Brunnenkresse, Buchweizen und Eiern. Alle Drüsen brauchen Jod. Auch die Keimdrüsen.

Vitamin B 5 (Pantothensäure). Enthalten in Tierinnereien, Wassermelonen, Blumenkohl, Brokoli und Steinpilzen. Pantothensäure ist für vieles wichtig. Unter anderem unterstützt es die Beweglichkeit von Spermien! (Töröööh!)

Vitamin B 10. Enthalten in Weizenkeimen, Nährhefe und Pilzen. Es fördert die Fruchtbarkeit von Mann und Frau.

Vitamin E. Enthalten u.a. in Getreide, Pflanzenölen, Nüssen und Eiern. Als Antioxidans wirkt es wie ein Konservierungsstoff. Es hält körperlich fit und macht potent. (Körperlich und geistig). In Amerika gilt es in hohen Dosen als Altersschutz.

So, und nu können wir mal alle fleißig darüber nachdenken, wovon wie in letzter Zeit womöglich ausreichend zu uns genommen haben.

Nicht ganz preiswert, aber unschlagbar in Zusammensetzung und Qualität ist ist ein aus natürlichen Fruchtsäften konzentriertes Nahrungsergänzungsmittel. Schon zwei Gläser täglich davon ersparen denjenigen unter uns, die es zeitlich nicht schaffen, continuierlich ausreichende Mengen an Obst und Gemüse zu verzehren, oder die einfach durch Rekonvaleszenz oder besondere Beanspruchung einen noch höheren Bedarf an Vitaminen haben, diesen auch zuverlässig zu decken.

Last but not least gibt es auch aus der traditionellen Volksheilkunde einige Tipps und Rezepturen, die der Potenz oder der Zeugungsfähigkeit nützen sollen.

Da wäre einmal der „Stehpiepelsalat“. Gemeint ist damit ein Salat aus rohem Sellerie. Er wirkt harntreibend und daher auch aphrodisiatisch.

Selleriekoteletts bereitet man so zu: Den rohen Sellerie in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, wie ein Schnitzel würzen, panieren und in Butter leicht braten. Schmeckt wirklich lecker. Der typische , strenge Selleriegeschmack verliert sich beim braten.

Auch Spargel gilt hier als potenzfördernd. In allen Zubereitungen und Varianten. Lasst Eurer Phantasie freien lauf. Er reinigt jauch die Leber.

Weintrauben wirken reinigend auf Leber und Nieren.

Hier noch einiges aus den Volkweisheiten......

Voltaire soll den Kaffee einmal „Kastratenlikör“ genannt haben. Eine kniffelige Frage. Kurzfristig regt er eher an, langfristig aber vergiftet er den Stoffwechsel und wird so eher einer Fruchtbarkeit entgegenwirken.

„Ein guter Hahn ist mager „ – eine Anspielung darauf, dass man die potentesten Männer doch eher unter Handwerkern, Sportlern und gesundheitsbewussten findet. Auch schwarzhäutige Männer leiden viel seltener an Unfruchtbarkeit als andere, sie sind meist sehr athletisch und haben in sexuellen Bereichen manchmal einen beachtlichen Ruf. Ob es da einen Zusammenhang gibt ?

Im Gegenzug leiden Intellektuelle, Städter und Männer mit dicken Wohlstandsbäuchen häufiger unter einem rapiden Absinken ihrer körperlichen Kapazitäten.

In der Antike hieß es, Muscheln machen liebestoll. Auch heute gelten Muscheln und Schalentiere angeblich in die Diät des perfekten Liebhabers – oder sogar in seine Verführungskünste selbst.

Exotische Gewürze wie Piment, Pfeffer ( da hat einer Pfeffer unterm Hintern), Paprika, Muskat, Zimt, Nelke schärfen die Sinne.

Berühmt war früher die Knoblauchkur zur Wiederherstellung der Manneskraft.

So, nun würde ich gerne wieder ernst werden, und abschließend auch auf die psychische und physische Seite hinweisen:

Die Sache mit dem Orgasmus

Hat der Mann seinen Orgasmus kurz vor der Frau, dann erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis. Während sie nämlich ihren Orgasmus erlebt, stubbst der Gebärmuttermund rhythmisch in den Boden der Vagina, um das dort befindliche Ejakulat förmlich in die Gebärmutter aufzusaugen. Ich finde, besonders Spermien, die vorrübergehend vielleicht nicht so sehr bewegungsfähig sind, können doch eine solche Starthilfe gut vertragen.

Die Seele

Etwas NICHT zu können, löst bei jedem Menschen Versagensängste aus. Das gilt für Frauen ebenso wie für Männer. Ein unterschied besteht allerdings darin, wie Männlein und Weiblein mit diesen Ängsten umzugehen verstehen.

Es fällt Frauen ganz sicher leichter, mit ihrer Angst umzugehen.

Männer dagegen haben oft mehr Angst vor der Angst und kaschieren dies mit einem Ausfallschritt.

Der kann unterschiedliche Gesichter haben. Rückzug, Angriff, Umgehung, Ignoranz. Sollten wir dem begegnen ist es gut und wichtig, Verständnis dafür aufzubringen und gemeinsam zu versuchen, herauszufinden, wo denn eine solche Reaktion herkommt. Gespräche können da ungemein helfen. Gesprächspartner muss auch nicht immer die eigene Partnerin sein. Auch ein guter Freund kann hier sehr hilfestellend sein, warum nicht auch ein Therapeut?

A und O ist immer, nicht auf der Stelle zu treten. Egal wie oder wo wir das Gefühl haben, unsere Männer ziehen sich zurück, wir sollten dann liebe – und verständnisvoll nachhaken und eine aktuellere Version des Problems entstehen lassen.

Ich finde wirklich, dass Paare, bei denen die ungewollte Kinderlosigkeit in einem ungenügendem Spermiogramm begründet ist, auf ihrem Weg zur Genesung eher und öfter mal ins Wanken geraten, als bei den Paaren, bei denen eine Fehlfunktion der Frau diagnostiziert wurde. Frauen nehmen sich vor, eine Kinderwunschtherapie zu machen, und dann ziehen sie das durch. Männer kommen da eher ins Zögern oder Hadern. Deshalb denke ich, ist es wichtig, dass sie von ihren Partnerinnen immer wieder Hilfestellung bekommen.

Interessanterweise geben aber auch die Frauen hier schneller auf. Sie sind es schnell leid, immer wieder zu drängen, sei es auf gesunden Lebenswandel oder auf Untersuchungstermine.

So kann der Kinderwunsch dann lange ungeachtet brach liegen und man mogelt sich an den Tatsachen vorbei.

Deshalb wünsche ich euch sehr, dass ihr es schaffen könnt, von Anfang an, eine offene , liebe- und verständnisvolle Umgangsweise mit euren Partnern zu pflegen. Manchmal muss man sich diese auch erst erarbeiten. Es kann sein, dass es nicht ganz leicht ist, aber es ist ein lohnender Weg, der mit Sicherheit dann die gesamte Beziehung bereichert.

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Buchtipp: "Krieg der Spermien"

 

 

Ich kann nicht im geringsten verstehen, weshalb ein solches Buch nicht neu aufgelegt wird. Niemand sonst ist mir bekannt, der wie Robin Baker die Wunderwelt der Spermien so gründlich und umfassend kennt und erklärt.

Während die gängige Forschung Spermien ausschließlich unter Laborbedingungen kennt, lud Baker eine Gruppe von Studenten ein, mit ihm ein Biotop in Spanien zu betreuen und ließ sie gleichzeitig wissen, dass er während der Aufenthalts dort Spermienproben aus allen Lebenslagen benötigt.

So konnte er unter lebendigen Bedingungen forschen und brachte dabei absolut neue Erkenntnisse hervor. So konnte er verschiedene Arten von Spermien nachweisen, beispielsweise solche, die ausschließlich zur Befruchtung da sind, und andere, deren einzige Aufgabe es ist, Spermien von potentiellen Konkurrenten zu vernichten. Er nennt sie Killerspermien.

Obwohl Baker Wissenschaftler ist, ist dies kein Fachbuch sondern ein Sachbuch.

Er schrieb es in neun Monaten, der Zeit, in der seine Frau schwanger war, und die ganz als Ehefrau hier und da auf die Form des Buches eingewirkt hat. Eine spürbare gut gelungene Symbiose.

Wer immer sich fragt, ob es lohnen könnte, in der Kinderwunschzeit Spermien zu "sparen", oder zu trainieren, oder, wer in Sorge ist um ein oder zwei Millionen Spermien weniger, dem wird Baker hier keine Antwort schuldig bleiben.

Das Buch ist verständlich geschrieben und liest sich wie ein spannender Roman.

Es wird leider hoch gehandelt, vielleicht begegnet Ihr ihm ja auch auf dem Flohmarkt oder einem Online-Antiquariat.

Mein Tipp:  Unbedingt lesen!