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Tanz der Hormone

So, meine Lieben, es wird Zeit, dass ich hier endlich mal wieder etwas erkläre.

In der Kinderwunschpraxis sprechen die Frauen mir immer wieder von ihren Hormonwerten. So bin ich stets bestens informiert welches Hormon zum Zeitpunkt des Testens wann zuviel oder zuwenig war.

Diese Werte mögen in der Schulmedizin von hoher Bedeutung sein. Und es ist auch gut, dass ihr mir das alles mitteilt.

Schulmedizinisch werden solche „Abweichungen“ dann so behandelt, dass ihr dann nämlich genau die fehlenden Hormone essen sollt, oder, die zu hohen dann per Pille gebremst werden sollen. Das funktioniert meistens – mehr oder weniger.

Oft ist es leider so, dass es so ein ständiges Geteste wird, mit ständiger Korrektur. Oder noch schlimmer: es wird NICHT nachgetestet, nicht nachkorrigiert, und frau weiß so gar nicht genau, in welche Situation hinein sie da ihre Hormonpillen nimmt.

In der Naturheilkunde haben wir da einen gänzlich anderen Ansatz.

Wir verabreichen nicht das eine oder andere Hormon. Wir versuchen vielmehr, alle Hormone untereinander in Einklang zu bringen. In eine Balance, und zwar möglichst in eine dauerhafte Balance.

Ich erklärte ja schon vielfach, dass „Unfruchtbarkeit“ für die Naturheilkunde nicht als eigenständige Erkrankung gesehen wird, sondern als ein Symptom (oft nur eines von vielen) dafür, dass das ganze körperliche System aus der Balance geraten ist.

Wir wissen, dass der Körper eine unsagbare Neigung hat, sich immer und immer wieder selbst zu reparieren. Diese Neigung machen wir uns zu nutze. Wir versuchen quasi, einerseits ihn zu entlasten, das tun wir über den Stoffwechsel. Und andererseits versuchen wir ihn auf das Ungleichgewicht „aufmerksam„ zu machen, ihn zu motivieren, sein System wieder in Ordnung zu bringen.

Vergleicht man dies mit stofflichen Gaben von verschiedenen Hormonen, dann ist leicht zu verstehen, dass unter einer Dauerarzneigabe diese Selbstheilungstendenz des Körpers NICHT miteinbezogen wird.

Natürlich haben viele von uns große Hilfe durch solche Hormongaben erhalten. Keine Frage. Mir geht es hier lediglich darum, den Standpunkt der Naturheilkunde zu erläutern.

Um die Selbstheilungskraft des Körpers anzuregen, müssen wir zunächst herausfinden, wodurch diese denn gebremst oder blockiert wird. Diese Ursache versuchen wir dann abzuschaffen.

Man kann sich gut vorstellen, dass es mindestens so viele Heilmittel wie Ursachen gibt.

Aber, mal so über den Daumen gibt es zwei Haupttendenzen.

Der Stoffwechsel:

Arbeiten Leber und Nieren nicht richtig, dann wird sich das früher oder später im ganzen System zeigen, also auch im Fortpflanzungssystem. Dies ist nach meiner Erfahrung bei fast allen Männern der Fall, und bei einigen Frauen.

Alte Erkrankungen der Urogenitale:

Alte Erkrankungen, liegen sie auch noch soweit zurück, können nachhaltig das Fortpflanzungssystem blockieren. Hierzu gehören in der Hauptsache Geschlechtskrankheiten und Infektionen in der Anamnese. Auch hier gibt es entsprechend viele Arzneien wie es Ursachen gibt. Kommt bei Frauen und Männern vor.

Psychische Ursachen:

Ängste sind Stressoren und Stress beeinflusst unsere Hormone.

So einfach ist das.

Schon schwieriger aber ist es, herauszufinden, ob und dass jemand Angst hat.

Zum Beispiel: Angst, nicht schwanger werden zu können, oder auch Angst, nicht schwängern zu können.

Trauer ist ein multiples Trauma und kann natürlich zahlreiche Ängste hervorrufen.

Interessant finde ich noch etwas:

Eine Studie ergab, dass Männer, die sich ihren Frauen nicht so "sicher" waren, ihrem Ejakulat einen Stoff beimengen, der die Spermien unbeweglich macht. Nicht „sicher“ bedeutete in diesem Fall, dass es da verdeckte Ängste gab, dass die Frau einen Liebhaber haben könnte, oder dass sie ihren Mann nicht genügend liebt, um lange und dauerhaft bei ihm zu bleiben.

Das wäre dann auch eine vage Erklärung dafür , dass ausgerechnet nach Vergewaltigungen die Frauen häufig schwanger werden. Sind sich vielleicht die Täter so „sicher" ??

Eine weitere Frage wirft sich auf: Könnte es bei der Frau nicht vergleichbare Mechanismen geben? Das ist überhaupt noch nicht erforscht, aber ich habe mich schon oft gefragt, ob man, wenn man forschte, dann in die Bereiche der Immunologie käme....

Wie auch immer, für mich gilt: wenn man die Psyche nicht mit einbezieht, dann kann es sein, dass Naturheilkunde ebenso wie Schulmedizin schlichtweg zum Scheitern verurteilt sind.

Sucht euch also möglichst Gynäkologen, die sich auch um eure seelischen Bedürfnisse kümmern.

Eine gute Therapie von Hormonschwankungen oder –Abweichungen sollte also folgendes Beinhalten:

1. Ursachenermittlung

2. Stoffwechselzusammenhänge

3. Psychische Zusammenhänge

4. Stimulierung der Hormonproduktion insgesamt.

Diese Stimulierung geschieht meist über Keimdrüsen und Hypophyse.

Und wir fragen deshalb nicht nach einzelnen Hormonwerten, weil wir das System insgesamt stimulieren und sich so ein Ausgleich der Hormone untereinander dabei automatisch einstellen wird.

Vorrübergehende Unfruchtbarkeit

Schaut man sich die Definitionen der Unfruchtbarkeit einmal genauer an, so findet man immer eine zeitliche Causalität dabei. Tatsächlich wird selbst in der Schulmedizin der Zustand der Unfruchtbarkeit immer als temporär beschrieben.

Das liegt daran, dass sich unsere Hormone eigentlich pausenlos verändern. Mich würde es wirklich interessieren, was dabei herauskäme, wenn man ein Paar für einen längeren Zeitraum täglich oder auch nur wöchentlich testen würde. Ich bin sicher, da gäbe es so einige Testtage, da wäre das Ergebnis katastrophal und andere, da wäre es optimal.

Alles Mögliche wirkt auf unsere Hormone ein. Auch auf die Qualität der Spermien. Was wir essen, was wir trinken, wie wir leben, wie wir lieben, welche Laune wir haben, welche Ängste. Und das alles auch noch in den verschiedensten Stationen unseres ohnehin schon komplizierten Zyklus. Schließlich und endlich muss das alles dann noch in Normen und Standartwerte passen. Ich habe so das Gefühl, dass es unheimlich schwierig ist, dem überhaupt zu entsprechen und es würde mich nicht einmal mehr wundern, wenn man – spaßeshalber – ein kinderreiches Päärchen nach drei Wochen Ehekrach, schlechter Ernährung und reichlichen Likörchen solcher Untersuchungen unterzöge. Das wäre doch der Oberwitz, wenn man diesen dann auch noch eine temporäre Unfruchtbarkeit unterjubeln wollte?

Meine Lieben, ich lasse hier meiner Phantasie deshalb gerade mal freien Lauf, weil immer noch recht häufig und viel zu schnell eine solche Diagnose gestellt wird.

Betrachtet man allein die psychische Wirkung einer solchen Diagnose, dann finde ich das wirklich fatal.

Selbst, wenn dann ein kunterbunter Blumenstrauß an Hormonen als Abhilfe angeboten wird, dann wird aber selbst bei derart invasiver Arzneigabe die Psychische Situation der ganzen Kinderwunschbehandlung immer noch im Wege stehen.

Also: bitte nicht gleich den Mut verlieren, falls einmal der eine oder andere erhöhte oder abweichende Hormonwert festgestellt werden sollte. Es ist nicht schlimm und es ist auch nur eine Momentaufnahme.

Seht zu, dass ihr euer Unterbewusstsein auf keinen Fall mit einem solchen Programm beladet.

Tragt Sorge, dass es nicht so weit kommt.

Es ist nur eine Momentaufnahme.

Lest doch gern mal in der Bibliothek dazu: „Schumis Rennstrecke.“

Nehmt euren Kinderwunsch ernst und tut für euch genau das, was ihr meint, was für euch in dieser Situation das richtige ist.

Gowri Motha, die Londoner Kinderwunschexpertin führt in ihrer Praxis Inseminationen und auch künstliche Befruchtungen durch.

Seit sie aber vorher sämtlichen Patientinnen vorher je 6 Fruchtbarkeitsmassagen angedeihen lässt, erübrigen sich – allein durch die Massage – 60-80 % der hormonellen oder chirurgischen Maßnahmen , betrachtet über den Zeitraum eines Jahres. Wenn sie guter Stimmung ist, sagt sie: „Wenn eine Frau nur einen Eierstock hat und eine Gebärmutter hat, dann wird sie auch schwanger werden.“

Na, denne !!!