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Endometriose - Teil 2

Was ist denn das nur?

Was ist das, wenn ich Weiblichkeit in mir trage.

Weiblichkeit und Fruchtbarkeit.

Was ist das, wenn ich vom Tage meiner Geburt an, diese Weiblichkeit in mir mit heranwachsen lasse, ebenso, wie ich mich selbst heranwachsen lasse.

Ich wachse heran.

Und alles in mir wächst ebenfalls heran.

Meine Kraft, meine Liebe, meine Lust.

Ich.

Und meine Weiblichkeit.

Eines Tages dann kommt der Punkt, an dem muss das Heranwachsen aufhören.

Das ist nach den Gesetzen der Natur der Tag, an dem alles in mir aufhört zu wachsen.

Manchmal aber, da kann es passieren, dass ein einzelner Teil von mir nicht mehr weiter wachsen darf.

Warum?

Vielleicht, weil es uns von irgend jemandem oder irgend etwas gesagt wird.

Sagt da vielleicht jemand: Du bist jetzt groß genug

Oder: Du bist ja jetzt erwachsen.

Könnte es dann sein, dass vielleicht ein einzelner Aspekt dies gehört hat, es realisiert und tatsächlich aufhört, weiter heranzuwachsen?

Sag, wie lange wachsen wir denn heran?

Bis 16 Jahre vielleicht, wenn wir die Erlaubnis haben, zu wählen?

Oder bis 25 vielleicht, wenn wir "ausgewachsen" sind?

Wer kann das schon genau sagen.

Eines jedoch mag unwahrscheinlich sein.

Dass wir Herangewachsene sind, dass alles in uns herangewachsen ist, an der Station des Lebens, wenn wir unsere Fruchtbarkeit in den Zaum nehmen, wenn wir sie zügeln.

Es ist weniger schlimm, dass wir die Fruchtbarkeit fesseln, durch Antibabypille, Kondome, eine Spirale oder anderes.

Es ist weitaus schlimmer, dass wir uns in Gedanken gegen sie wenden, gegen einen Teil von uns selbst.

Dass wir ihr unsere Liebe entziehen.

Oder, die Liebe , die wir von außen für uns empfangen, nicht mehr weiterleiten an jedes Teil in uns.

Und die Fruchtbarkeit dann außerhalb der Wachstumsenergie steht, aber innerhalb von uns.

Und sie dann steht in einem Kreuzfeuer der Gefühle, bar jeder positiven Aufmerksamkeit, voll von Ablehnung.

Wir lieben sie vielleicht nicht, aber wir zügeln sie, und wir kämpfen vielleicht sogar gegen sie, das bedeutet, gegen einen Teil in uns selbst. Das bedeutet eigentlich gegen uns selbst. Das ist Selbstzerstörung. Und das macht vielleicht auch den selbstzerstörerischen Anteil einer jeden "Erkrankung" aus.

Kann denn unsere Fruchtbarkeit sich vielleicht wehren?

Unsere Fruchtbarkeit ist nicht irgendein Gefühl.

Sie ist ein sehr mächtiges Gefühl. (Teil von uns)

Sie bezieht ihre Kraft, und ihre pausenlose Erinnerung an ihre Bestimmung von Mutter Natur selbst.

Und solange Mutter Natur also Signale sendet, kann die Fruchtbarkeit in uns nicht zur Ruhe kommen.

Wie würde sich denn zum Beispiel eine vergleichbare Wachstumskraft bei einer Pflanze verhalten?

Kannst du dir das vorstellen?

Stell dir vor, du würdest ein Blümchen sähen,

du würdest warten, bis dieses zarte Blümchen gekeimt ist,

du könntest zuschauen, wie ganz zart der erste kleine Keim sich aus der Samenschale herausreift,

du könntest sehen, wie sie sich aufrichtet,

einem Recken gleich,

sie reckt ihre kleine Wirbelsäule auf, sie stabilisiert sich und macht sich auf den Weg, nach oben zu wachsen, heranzuwachsen.

Das ist ein wundervoller Anblick.

Hier und jetzt.

Und er birgt in sich dazu noch das Versprechen, dass dieses Pflänzchen wachsen wird, solange bis es zu voller Blüte kommt, das ist der Zustand der Pflanzenwelt, fortpflanzungsbereit zu sein. Der Zustand der Blüte.

Was meinst du, würde aber geschehen, wenn du, noch bevor diese Pflanze herangewachsen ist, jemand daher käme und diesen kleinen Blumentopf zudeckelt? Mit einer schweren Glasscheibe vielleicht. Wie gemein.

Jeder kann das Blümchen sehen.

Und das Blümchen kann auch jeden sehen.

Und alles scheint in Ordnung zu sein.

Aber das ist es nicht.

Denn in ihrem Wachstum muss sie nun eine schwere Bürde überwinden.

Noch bevor sie herangewachsen ist, muss sie schwerer arbeiten als jedes anderes Pflänzchen.

Ihr Heranwachsen bedarf eine größere Energie.

Sie wird zunächst dort wachsen, wo sie Raum findet.

Und wenn sie keinen mehr findet,

dann wird sie diese Bürde, die Glasscheibe nämlich, einfach abheben.

Weil sie sich neuen Raum suchen muss.

Sie wird damit nicht aufhören.

Sie wird all ihre Energie in ihr Wachstum setzen, und in ihre Bürde mit.

Wie sieht das nur aus.

Das Pflänzchen ist nicht aufrecht gewachsen.

E

s ist gewachsen, wohl, aber kreuz und quer, nicht in seiner bestimmten Bahn, sondern kreuz und quer.

Es hat die Glasscheibe angehoben und nun verteilt es sich.

Hier und da hat es das sein Hindernis überwunden,

oder ist stark genug, um es als Lebensnotwendigkeit dauerhaft zu heben und zu tragen.

Es ist schwer, dieses Pflänzchen zu bewässern,

denn auch ihr Gärtner, muss seinerseits diese Hürde umgehen.

Und das ist nicht immer einfach.

Und es birgt einen Umweg in sich.

Es ist schwer, so zu bewässern.

Es ist schwer, so zu leben.

Und es ist fraglich, ob unser Blümchen so auch noch die Kraft haben wird, zu ihrer Blüte zu gelangen.

Eine Blüte, von der sie aber ihr Leben lang träumt, weil ihre Mutterpflanze dies als ihr Überlebensprinzip eingeflüstert hat.

Stell dir vor, dem Gärtner fällt dies nun auf.

Stell dir vor, er bemerkt seinen Irrtum.

Er wollte das Pflänzchen vielleicht nur vor dem kalten Wind schützen.

Er wollte vielleicht besonders viel Wärme in sein Pflänzchen geben.

Er wollte vielleicht auch nur, dass dieses Pflänzchen noch ein wenig wartet,

bis es zu voller Blüte kommt.

Und ganz aus Versehen hat er damit eine Bürde geschaffen.

Er sieht dies, und es tut ihm unendlich leid.

Vorsichtig, ganz vorsichtig hebt er nun die Glasscheibe von seinem Pflänzchen.

Schon in dem Moment, in dem er die Scheibe nur ein klein wenig anhebt, kann er spüren, wie unser Blümchen sich aufrichtet, einer geballten, gezügelten Energie gleich.

Es ist kein langsames Aufrichten mehr, es ist ein Hochschnellen.

Es ist ein in der Natur bekanntes Prinzip.

Wenn man Druck von etwas nimmt, kann man erst sehen, wie viel Gegendruck eben an dieser Stelle auch da war.

Es wird nur jetzt sichtbar.

Das Ausmaß des Drucks wird sichtbar, wenn man den Gegendruck nimmt.

Das kann manchmal etwas Angst machen,

aber, das soll es nicht.

Es soll dir keine Angst machen, Liebes,

es soll dir Mut machen.

Und die Hoffnung zurückgeben.

Die Hoffnung darin, dass dieses dein Pflänzchen nun, ohne seine Bürde, sich doch noch aufrichtet,

all die Kraft, die es zuvor in ihrem "Schutz", ihrer Glasscheibe geben musste, nun endlich wieder in sich selbst geben kann.

Und das kann sie.

Sie wird sich aufrichten, heranwachsen in ihre ursprünglich von der Natur vorgegebenen Form,

und sie wird zarte Blütenknospen bilden.

Und zu ihrer eigenen Blüte kommen.

Sie hat alle Aussicht, all ihre kleinen Schwestern einzuholen, denn sie ist durch ihre Zurückhaltung eine sehr kräftige Pflanze geworden,

sie wird heranwachsen,

sie wird Blüten und Früchte tragen.

Und das Flüstern ihrer Mutterpflanze wird sie nicht länger traurig machen und sehnsüchtig,

sondern hoffnungsvoll und zuversichtlich.

Endlich weiß sie wieder, dass sie eingereiht ist, in das große Lebensprinzip,

sie weiß wieder, sie ist in ihrer vorgegebenen Form,

sie ist sie selbst,

so wie sie sein soll und will,

so, wie auch wir als Gärtner immer wussten, dass sie sein soll.

Sie ist Zuhause.

Endlich.