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Kinderwunsch und Psyche
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Wer darf ein Baby haben und wer nicht

Hallo, Liebes,

wer kann das beantworten.
Vermutlich können wir allenfalls darüber nachdenken.
Ich denke, die meisten von uns gehen einfach - und verständlicherweise - der Leistungsgesellschaft und ihren Prinzipien auf den Leim.
Immer schon haben wir uns die Dinge, die wir uns wünschten erkämpft, erstritten , erleistet.

Babys fallen da aber nicht drunter.
Babys sind Glückstreffer.
Und wir wissen, dass auch in einer Lotterie nicht immer derjenige "gewinnt", der die meisten Lottoscheine ausgefüllt hat.
Nein, es trifft die Menschen eher unverhofft. Nach einem nicht zu verstehenden Prinzip.

Das wissen wir.
Aber vorsichtshalber "strengen" wir uns doch an, ein Baby zu bekommen.
Vermutlich müssen wir noch ganz oft über Leistung und Hingabe nachdenken.
Denkt mal an unsere Neandertalerin.
Die saß abends am Lagerfeuer.
Im Einklang mit der Natur.
Tief in sich wusste sie, dass wenn ein Erdbeben käme, ein Sturm, ein harter Winter, dass sie das hinnehmen würde. Sie konnte das hinnehmen, weil sie nicht im mindesten davon ausging, dass sie an diesen Dingen etwas ändern könnte. Damit hat sie etwas, was wir vielleicht wieder ein wenig von ihr lernen können.
Wir sind erzogen in der Annahme, dass wir Menschen alles unter Kontrolle haben und alles ändern können.
Wir werden geschult, Lösungswege zu entwickeln und aufzuzeigen.
Das ist aber ein männliches Prinzip.
Das weibliche Prinzip gibt sich hin und arrangiert sich.
Wir können also Sorge tragen, dass die Bude aufgeräumt ist, dass das Essen zubereitet ist, aber wir haben kaum Einfluss auf die Naturprinzipien. Dies zu glauben ist einfach nur eine falsch angelegte Datei in unseren emotionalen Strukturen.
Vielleicht gelingt es uns, sie zu korrigieren, wenn wir eine neue Datei eröffnen, die da heißt: Gelassenheit und Hingabe.
Eröffnen wir sie doch einmal.
Schauen wir uns die Dinge an, die wir NICHT ändern können, und tragen sie zusammen.
Regen zum Beispiel. Wenn es regnet, sagen wir nicht: au weia, ich muss hier mal schnell den Regen abstellen.
Nein, wir stellen uns irgendwo unter, holen einen Regeenschirm hervor, und manchmal, vielleicht in einem gemütlichen Schlafsack im Zelt kuschelnd, da genießen wir ihn.
Aber, wir nehmen ihn hin.
Als ein Prinzip der Natur.
Mit einem "harten Winter" tun wirs doch ähnlich. Wir ziehen uns warm an, heizen. Vielleicht sogar genießen wir ein warmes Kaminfeuer oder gehen Rodeln oder Schifahren. Wir machen vielleicht was draus. Geben uns hin. nehmen vor allen Dingen an!!! So ist jeder Tag eine Wundertüte, zu der wir lernen sollten, "JA" zu sagen.
Denn das Leben, das Schicksal, die Natur, wie immer wir es auch benennen möchten, steht eigentlich ständig neben uns und serviert uns ein kleines Geschenk auf einem silbernen Tablett.
Wir müssen nur zugreifen. Und dafür wiederum müssen wir erkennen.
Erkennen, dass all die Dinge nicht nur da sind, um uns zu ärgern, oder uns das Leben schwer zu machen, sondern eben auch wunderbare kleine Geschenke.
Wenn ich relaxt bin, dann gelingt mir das recht gut.
Dann genieße ich diese Wundertüte.

Das ist Lebensfreude.
Bin ich aber nicht relaxt, sondern gestresst, krank, frustriert, dann mag es mir vorkommen, als ob es nur regnet, um ausgerechnet MICH, hier und heute zu ärgern!
Das ist eine emotionale Blockade. (und ganz nebenbei: ein Sepiasymptom)
Dann sehne ich mich im Winter nach dem Sommer und im Sommer nach Schnee.

Das ist: Hadern.
Und ein Fehler in meinem Programm, der mich glauben macht, dass sich alles extra nur gegen mich richtet.
Die Frauen um mich herum bekommen nur Kinder, um Salz in meine größte Wunde zu streuen.??
Meine Mens kommt nur, um mir zu zeigen, dass es diesen Monat schon wieder nicht geklappt hat??

Ihr seht, in den letzten zwei Zeilen bin ich zum alten, "fehlerhaften" Programm zurückgekehrt.
Ich hör damit jetzt ganz schnell auf. Ich wollte es nur noch mal schnell aufzeigen.
Wir schaffen es nicht ab, wir verurteilen es nicht, dieses Programm, wir bieten unserem Unterbewusstsein nur ein neues, vernünftigeres an. Das Unterbewusstsein ist vernunftbegabt. Es ist klug. Wir müssen ihm nur etwas vernünftigeres anbieten. Setzen wir uns also sofort eine neue Brille auf.
Erkennen wir die silbernen Tabletts, die allgegenwärtig um uns herum kredenzt werden.
Wenn uns also das nächste mal ein Termin kurzfristig "platzt", sagen wir nicht länger: "So, ein Mist, das jetzt auch noch, nun bin ich den ganzen Weg hierher umsonst gefahren", sondern schauen wir, dass wir mit der geschenkten Zeit etwas anfangen. Setzen wir einfach den Blinker und schieben einen Frisörtermin dazwischen, nehmen wir das Geschenk an, das sich hinter dieser Terminabsage verbirgt.
Versteht mich nicht falsch.
Es wäre ja wirklich etwas zu profan, mich hier hinzustellen und zu sagen: Tja, na denn nutzen wir man die Zeit, bis ein Baby zu uns kommt.
Ich weiß dass das so schnell nicht geht.
Vielleicht ist es daher erst einmal nur gut, wenn wir diese Brille entdecken. Wenn wir erst einmal lernen, die kleinen Geschenke des Alltags wieder zu erkennen. Das kann man lernen.
Und nach und nach erst wird unser Unterbewusstsein dieses emotionale Schema dann auch in die größeren Dinge des Lebens integrieren. Von ganz allein. Fast unmerklich.
Und wenn es dies geschafft hat, dann haben wir schon wieder ein Geschenk auf unserem Weg erhalten.

Dann haben wir vielleicht gelernt, auch an unserer Kinderwunschphase Spaß zu haben, Erfahrung und Erkenntnis aus ihr anzunehmen.
Und vielleicht brauchen wir dann am Ende gar nicht mehr darüber nachzudenken: Wer darf ein Baby haben, wer nicht?

Lieber Gruß
Biggi