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Die Kinder des neuen Jahrtausends

Guten Morgen, meine Lieben,

in den letzten Tagen hatten wir einige wunderschöne und wichtige Diskussionsfäden.

Einer davon war: „Was können wir als Mütter tun ?“.

Dies ist eine der Diskussionen, in der nicht immer nur der Kopf liest, nein, das Herz liest zwischen den Zeilen noch mit und wer weiß, vielleicht liest ja auch das mit, was wir unter unserer „Seele“ verstehen. 3-D Lesen ? Manchmal kommt es mir jedenfalls so vor. Da wird eine Saite in mir angeschwungen, und ich weiß: Auf irgendeine Art und Weise schient dies hier wichtig für mich zu sein. Auf eine sehr tiefgreifende Art und Weise.

Wir sprachen darüber, dass unsere Wunschkinder sehr spezielle und sehr individuelle Kinder zu sein scheinen. Jedes ist anders, jedes benötigt eine andere Unterstützung von uns. Das kann man nicht so gut generalisieren. Da braucht es mehr, da müssen wir als Wunschmütter schon mal unsere Antennen ausfahren und sehr feinfühlig die Bedürfnisse und Gegebenheiten unserer Kinder herausfinden.

Gehe ich diesen Gedankengang mal weiter, dann würde ich gerne vermuten, dass dies nicht nur in der Kinderwunschphase so ist, sondern wir diese Feinfühligkeit dann später im realen Umgang mit unseren Kleinsten ebenso ist.

Ich hole ja immer gerne weit aus. Diesmal würde ich gerne – selbst für meine Verhältnisse – so richtig weit ausholen. Ich fühle mich ein wenig, wie der Fernsehkommissar Columbo..... „ach, da fällt mir noch was ein“.... und „ach, was ich noch sagen wollte“......

Ist euch das eigentlich auch schon mal aufgefallen: dass die Kinder heutzutage anders sind, als wir es waren? Die Kinder einer jeden neuen Zeit scheinen andere Ansprüche an ihre Eltern zu stellen, die Eltern wiederum stellen ebenfalls andere Ansprüche an sich. Die Frage ist hier: treffen sich Eltern und Kinder, sind Bedürfnisse und Träume beider auch vereinbar? Das sollte in einer guten Erziehung gelingen.

Und im Kinderwunsch ist das bereits vorher schon unser Ziel.

Es genügt also nicht mehr, Kinder einfach nur satt und warm zu halten. Es braucht heutzutage mehr. Sehr viel mehr.

Damit meine ich ganz sicher nicht!!!! Irgendwelche Kindermoden, Einrichtungstrends oder Erziehungsexperimente.

Was meine ich dann aber ?

Jede Mutter möchte ihr Kind gerne näher kennen lernen. Egal ob real oder visionär. Das ist die Vorraussetzung für eine gute Zeit miteinander.

Lernen wir also unsere Kinder kennen. Gerne will ich den ersten Schritt gehen. Denn ich habe Kinder verschiedener „Generationen“, mein ältester Sohn wurde Ende der 70 er geboren, mein jüngster Ende der 90 er. Und wenn ich dachte, ich „kann“ das mit dem Mutter sein, so lehrte mich mein Jüngster dennoch so Einiges und Entscheidendes.

Wie ihr wisst, war Kilian ein Frühchen von nur 720 Gramm Geburtsgewicht. Während andere Babys noch in ozeanischen Gefilden heiliger Räume ihrer Mütter vor sich hinreifen und – kuscheln dürfen, ging sein Leben über viele, viele Hindernisse in einem laut rauschenden Brutkasten fernab von Mamas Bauchgeborgenheit schon richtig ab. Und er selbst war gefragt, er selbst und seine Lebenskraft, sein Lebenswille. Wie ihr seht, kann ich selbst nach all den Jahren mich an dieser Stelle noch immer nicht kurz fassen, bin ich noch immer sehr berührt von all den Ereignissen dieser Zeit.

Auf der Wochenstation nannte man mich nur „das Phantom“, denn ich war bei meinem Kind in jeder mir möglichen Minute. So viele Menschen hatte ich innerhalb meiner Arbeit zurück geführt, in die Zeit vor ihrer Geburt, in Zeiten nach ihrer Geburt? Das Wissen hierum lies mich noch verzweifelter werden, denn ständig fragte ich mich: Wie kann mein kleiner „Calimero“ das nur jemals verarbeiten, wie wird er diese Zeit überhaupt erinnern? Kurzum: Ich war da! „Mama ist da“ flüsterte ich drei Monate lang immer und immer wieder.

Immer wieder bot ich ihm meine Fingerspitze an (könnt ihr euch vorstellen, WIE klein der fünfte Teil der Hand eines Neugeborenen ist ?). Seine kleine Hand war das Zierlichste, was ich je in meinem Leben gesehen hatte. Und ich hatte schnell gespürt, dass ich die nicht einfach greifen darf. Die Frühchen reagieren da ganz offensichtlich, und, man erkennt auch viele ihrer Reaktionen an den zahlreichen Geräten und Monitoren. Nein, ich durfte nicht greifen, ich durfte ihm meine Fingerspitze anbieten. ER entschied dann , ob er zugreifen mochte oder nicht.

So verbrachten wir Monate. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Manchmal wurde all dies dann irgendwie abgelöster. Besonders nachts, wenn es so schön ruhig war auf der Intensivneo, änderte sich meine Wahrnehmung immer mehr. Tagsüber erzählte ich ihm viel, bot ihm meine Stimme an, meine Hand, unsere klitzekleine Nähe. Nachts veränderte sich das. Da flossen Bilder durch uns. Es kam mir dann vor, als würde ich ihm Bilder schicken können. Ich kann es nicht anders erklären. Es geht nur so, glaube ich.

Ich schickte ihm also Bilder. Ich wollte so sehr, dass mein Kind lebt, das kann man kaum sagen. Und ich wollte gut machen, alles gut machen, was ihm aufgrund der viel zu frühen Geburt wohl fehlen mochte. Bald fing ich also an, ihm Geschichten zu erzählen. Nicht so, wie man das üblicherweise mit Kindern tut. Ich hatte ja die Sache mit den Bildern herausgefunden. Ich wusste ja auch, dass das Unterbewusstsein immer in Bildern erzählt. Also griff ich das auf und erzählte ihm Geschichten, in dem ich ihm Bilder schickte. Zuerst sorgte ich dafür, dass er das Leben hier kennen lernt, und ich hoffte, dass ich ihn so motivieren könnte, zu bleiben. Ich schickte ihm das Bild unserer Familie, stellte ihn seiner Familie vor. Mir war, als würden diese Bilder direkt aus meinem Kopf in meine Hand fließen, dann in seine Hand und dann direkt zu ihm.

Das ging eine Weile so, einige wenige Minuten, dann änderte sich das Gefühl, und ich staunte nicht schlecht, als mein Sohn mir antwortete. Er drehte den Spieß um, und fing an, mir Bilder zurück zu schicken. Ich war so erstaunt, ich schaute mich erst mal in dieser nächtlichen Kinderstation um, schaute, ob mich jemand beobachtete, denn so vieles war dort für mich „verboten“ - kein Wunder , dass ich mich im ersten Moment bei irgendwas ertappt gefühlt hatte. Ich konzentrierte mich wieder auf Kilian und fühlte seine Bilder. Gleich darauf staunte ich wieder, denn er versetzte seine Bilder mit Sätzen, ganz klaren Sätzen, die plötzlich in meinem Kopf waren. Ich erinnere mich noch an das erste Mal, da war das etwa so: „Mama, jetzt will ICH dir mal was erzählen, in der Mitte und am Anfang ist immer das Licht, eine Art Sonne. „

Ich war baff. Mein Sohn wollte nicht unser schönes Haus kennen lernen, nicht das süße Spielzeug und die Babyausstattung, die ich schon komplett angeschafft hatte, nein mein Sohn fing an, mit mir über den Sinn und den Ursprung des Lebens zu diskutieren!

Gaga- oder nicht- das war mit echt egal. Ich ergriff diesen kleinen hoffnungsvollen Zipfel, der dann für einige Monate – und genau genommen dann für immer – den Kontakt zu meinem Kind herstellen sollte. Wir sprachen so in jeder Lebenslage, und später auch über Distanz, denn ich war zwischendurch auch immer mal Zuhause. Es funktionierte. Wir blieben die ganze Zeit immer ein Stückweit in dieser unserer gemeinsamen Welt. Unsere Nabelschnur war sehr flexibel und weitreichend.

Einmal , als Kilian eine miese Infektion hatte, schleuste ich meine Freundin, eine Reikimeisterin in die Neo (das geht, wenn man behautet, sie sei Tante des Kindes, ihr ahnt sicherlich, wie viele Schwestern und Brüder ich auf einmal hatte ). Kili ergriff ihre Hand, und sie nickte wissend : “Ja ja, , er zieht jetzt Kraft von mir, prima“.

Ich hielt meine Klappe, wartete nur ab, und grinste als sie kurze Zeit später ganz erstaunt noch mal auf mein Baby schaute und sagte: „Du lieber Himmel, jetzt schiebt er ja!!!“. Er hatte also auch ihr geantwortet, und sie hatte begriffen!

Wisst ihr, heute bin ich froh, dass ich dieses Erlebnis hatte, denn so weiß ich wirklich, nicht nur mir ging das so. Mein kleiner „Calimero“ hatte mir etwas ganz wundervolles beigebracht, eine eigene Form der Kommunikation. Wobei, das stimmt nicht so ganz. Das alles kam mir sehr wohl bekannt vor, so ganz leicht hatte ich mit meinen anderen Kindern auch so kommuniziert, es war mir aber bis dahin nicht wirklich bewusst gewesen. Damals war ich einfach noch nicht so weit gewesen . Und da kam natürlich sofort die Frage hinterher: „Hat der kleine Kerl DESWEGEN solange gewartet, zu mir zu kommen? Solange, bis ich weit genug bin für ihn und diese seine Art der Kommunikation, bis mein Leben mich genug gelehrt hat, damit ich genau DIES mit ihm tun kann? Damit er genau diese Unterstützung in mir abrufen kann ? War ich deshalb 12 Jahre nach meiner abgeschlossenen Familienplanung noch mal schwanger geworden, ohne mir erklären zu können: WIE ??

Vermutlich : Ja .

Ist es das, was anders ist, an den Kindern unserer Zeit?

Vermutlich: Ja.

Brauchen sie unsere Feinfühligkeit mehr, als Kinder früherer Zeiten?

Vermutlich: Ja.

Brauchen ganz besondere Kinder auch ganz besondere Mütter?

Vermutlich: Ja.

Warten diese Kinder, bis wir endlich unsere Schularbeiten gemacht haben, und genau all dies bereitstellen, was genau sie individuell bedürfen?

Vermutlich: Ja.

Bitte nicht erschrecken, jetzt kommt mal wieder unser Fernsehkommisar vorbei, der gute alte Columbo: „Ach, da fällt mir noch was ein, ich kenne da ein interessantes Buch....“

Ich möchte euch von diesem Buch erzählen. Es heißt: „Kinder des neuen Jahrtausends“, geschrieben hat es Udo Holey. Holey hat Jahre damit verbracht, besonders feinfühlige Kinder zu besuchen. Er ist dabei viel herumgereist, und berichtet von sehr medialen Kindern, die inzwischen hier landen, deren Fähigkeiten so erstaunlich sind, dass man es kaum glauben kann.

Kinder, die sich an ihre früheren Leben erinnern, er berichtet, wie dann die „neuen“ Eltern die „alten“ Eltern besuchen, wie viele Widerstände auftreten, eben, weil man das so schwer glauben kann, aber auch, wie meist die Gefühlswelt dann siegt.

Er berichtet von einem Kind in China. Dieses konnte erspüren, was auf einem Zettel steht, wenn es den zusammengefalteten Zettel unter den Arm hält, oder ans Ohr. Es konnte ganze Buchpassagen „vorlesen“, ohne je wirklich draufgeschaut zu haben.

Die Zeitung berichtete davon. Und in den Tagen darauf fanden Eltern von weiteren 200 Kindern heraus, dass diese dies ebenso können!

Das Land reagierte sofort, und richtete spezielle Schulen für diese Kinder ein. Außerdem wird seitdem jedes Kind mit derartigen oder ähnlichen Fähigkeiten in China registriert. Ja. Inzwischen sind sehr, sehr viele solcher Kinder registriert, und ich dachte, ich fall um, als ich die 2003 aktuelle Zahl las: 100 000 Kinder!

(ich habe die Nullen überprüft, es waren tatsächlich einhunderttausend registrierte Kinder).

Kaum zu glauben nicht wahr?

Denn um dies in unsere Herzen zu lassen, müssen wir am Kopf vorbei und an Traditionen und Standarts. Hier begeben wir uns in vollkommen neue Gefilde.

Das kann Angst machen.

Soll es aber nicht.

Nehmen wir es doch einfach als Märchen. Wie einst die Goldmarie. Wenigstens so lange, bis wir sattelfester geworden sind in derlei Dimensionen, und sie eines Tages ganz bestimmt besser annehmen können.

Innerhalb meiner Erfahrungswelt war mir dieses Buch sehr hilfreich. Denn ich weiß, für DIESE Zeit, sind meine Kinder nichts außergewöhnlich, sie sind einfach nur Kinder dieser Zeit.

Der „Engelfunk“ zwischen ihnen und mir, der funktioniert noch heute. Das macht sie aber nicht zu etwas „Besonderem“, sondern es macht sie wundervoll normal. Inzwischen funkte ich zu vielen Kindern, und ich weiß: die meisten können es!

Unsere Wunschkinder aber , meine Lieben, die können es ALLE!

Und das ist das, was ihr fühlt, wenn ihr sagt, Biggi sei eine Babyflüsterin. Es geht nicht ums schwanger machen, mal wieder nicht.

Es geht darum, die Sprache unserer Kinder zu finden, sie weiterzugeben.

Und am Anfang dessen steht nur, dass ich schon mal „flüstere“, was sie so sagen.

Nicht mehr, nicht weniger.

Wenn die Kinder dieses Jahrtausends alle diese Sprache beherrschen, dann werden ihre Mütter das auch können!

Sie werden es wenigstens soweit können, um ihre Kinder geeignet zu fördern und ihnen beim „Großwerden“ (wer hier groß ist und wer nicht, das steht dann noch auf einem ganz anderen Blatt) zu helfen.

Da fragt sich Columbo an dieser Stelle natürlich, ob es denn notwendig ist, dass die Mütter diese Sprache schon können sollten, bevor ihre Kinder hier in dieser Welt landen?

Vermutlich: Ja.

Nachdenkliche Grüße

Biggi

Buchtipp: " Die Kinder des neuen Jahrtausends"

 

Zugegeben, dies ist ein grenzwertiges Buch. Doch ich frage mich, ob es nicht gar die so sehr esoterisch ausgerichteten Leser sind, die es dazu machen.

Mir selbst war es sehr gut möglich, mich recht bodenständig darüber zu informieren, dass jede Zeit Kinder mit anderen Qualitäten hervorbringt.

Es ist voller bemerkenswerter Geschichten sehr besonderer Kinder, die uns der Autor in einem Weltreise-Prinzip vorstellt, und sie haben mich beeindruckt.