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Mehrere Fehlgeburten hintereinander

Hallo, liebe Nicole,

es ist immer eine schwierige Frage, ob es körperliche oder emotionale Gründe dafür gibt, wenn eine Frau mehrere Fehlgeburten hinter einander erleben muss.
Es könnte einfach auch Pech sein.

Daher ist es klug, eines nach dem anderen zu beleuchten.

In den meisten Fällen findet man einen wirklichen Grund: Nicht.
Suchen sollte man aber trotzdem. Keine Frage.

Eine solche Suche braucht viel Zeit.
Und es wird für die Mutter zu einer Gradwanderung, weiter ganz nah
am Kinderwunsch zu bleiben.

Die Freiräume zwischen Hoffen und Bangen sind in der Kinderwunschzeit
sehr klein. Und oft geschieht es, dass man irgendwo in ihnen erstarrt,
oder unbeweglich wird.

Das erleben wir sehr oft!
Innerhalb einer solchen "Erstarrung" wagt man es sich nicht mehr,
sich auf eine weitere Hoffnungstour einzulassen.

Dann ist es, als stünde man auf einem Sprungbrett.
Man springt nicht.
Man bleibt oben stehen.
Und malt sich aus,
wie welch zahlreichen Facetten dieser weitere bevorstehende Sprung
schieflaufen könnte.
Angst spielt dann also mit.

Bisher ist das bei Dir nciht der Fall.
Ich weise dich einfach nur darauf hin, dass man manchmal erstarrt.
Damit es Dir möglichst nicht passiert.

Nun werde ich noch theoretischer:
Als Primaten nehmen auch wie Menschenfrauen an einer Selektion teil.
Das dient evolutionär der Qualitätssicherung.

Wir brauchen dafür unsere Babys nicht aus dem Nest schmeißen.
Zum Glück.
Nein, diesen harten Part übernimmt die Natur für uns.
Hier nehmen wir tatsächlich eine Opferrolle ein.
Das ist ok.
Aber wir sollten sie immer und immer wieder verlassen.
Aus einem guten Grund: Damit wir nicht drin bleiben.
Und eines Tages deshalb nicht mehr die Kraft haben,
wieder erneut auf unser Kind zuzugehen.

Hier in den Foren gibt es einige Bilder und Gedankenmodelle,
für andere Plätze und Positionen, die man einigermaßen leicht
einnehmen kann, um eben nicht zu erstarren.

Die kraftvollste Position ist und bleibt hier die der Mutter!

Es ist ein Platz, zu sagen: Ich habe mein Kind verloren.

Es ist ein anderer Platz zu sagen: Mein Kind ist wieder gegangen.

und dann kann es tröstlich sein sich vorzustellen:

"Es hat nur seinen Teddy vergessen, den holt es und kommt dann zu
mir zurück".

Dieser letzte Platz hier ist der einer Mutter.
Und viele Frauen verspüren hier mehr Kraft also sonstwo.
Deshalb stellen sie sich immer wieder genau so auf.

Unser Unbewusstes lernt schnell.
Es bevorzugt immer die stressfreieren Lösungen,
und vor allem neuere Erfahrungen.

Wenn eine Frau also versucht, erneut ihrem Kind entgegen zu gehen,
und sie entscheidet sich dafür, dies aus dem Platz einer Mutter heraus
zu tun, dann hat ihr Unbewusstes einigen Grund, sie dabei volle Granate
zu unterstützen.

Gelingt es dann einer Mutter, einige Zeit lang auf diesem Platz zu verweilen, oder ihn wiederholt einzunehmen, dann automatisiert er sich.
Und es geschieht bisweilen, dass sie dann die Kraft einer Löwenmutter
in sich verspürt.

Die Kraft der Löwenmutter ist eine Einrichtung der Natur zum Schutze der "Brut".
Das ist die Kraft, die Mütter in brennende Häuser laufen lässt, um ihr Baby zu retten, oder in tosende Wellen springen, oder hunderte von Kilometern
den Kindern hinterher laufen.

Ich meine, es ist eine kluge Strategie, sich im Kinderwunsch auf den Platz einer Mutter zu stellen.

Der Mutter in sich selbst!

Das verleiht Flügel....

lieber Gruss

Biggi

 

November 2011