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Ursachen verminderter Spermienqualität

 

Ursachen verminderter Spermienqualität

 

Hier wird aktuell viel geforscht und leider auch viel spekuliert. Denn selbst wenn Saunabesuche, Sitzheizungen, lange Fahrradtouren, zu enge Unterhosen, am Gürtel getragene Handys und vielleicht noch eine allgemeine Vitaminmuffeligkeit durchaus den einen oder anderen Effekt auf die Qualität von sich in einem Reagenzglas befindlichen Spermien zu haben scheinen, so bleibt hier doch in der Praxis der Umkehreffekt aus. Damit will ich sagen: Ich bin in den letzten 25 Jahren keinem einzigen Mann in meiner Praxis begegnet, der behauptet hätte: „Nachdem ich die Sitzheizung nicht mehr benutzte habe ich vier Kinder gezeugt“, oder „Seitdem meine Frau mich überredet hat, die Salatdekoration am Tellerrand stets mit zu essen, lässt mein Spermiogramm keine Wünsche mehr offen“. So herum funktioniert das offenbar nicht. Nichts desto trotz werden wir uns einige solcher Untersuchungen gerne später noch etwas genauer anschauen.

 

Hier und jetzt möchte ich gerne herausstellen, was aus meiner Sicht der kleinste gemeinsame Nenner all dieser Studien ist:

 

Ø  Die Mehrzahl der in den letzten Jahren veröffentlichten Studien aus Europa zeigen auf:  Die Spermienqualität der westeuropäischen Männer lässt nach. Interessanterweise trifft das für osteuropäische Männer  nicht zu.

 

Ø  Anomalien der Geschlechtsorgane können später eine nicht reibungslos Verlaufende Spermatogenese nach sich ziehen. Gemeint sind hier Hodenhochstand, eine gespaltene Harnröhre und verminderte Anlagen innerhalb der Hoden selbst. Sie alle entstehen schon in der Embryonalphase und sind vermutlich sensibel gegen Umweltgifte und vor allem Östrogene. Wir nennen sie Störungen der Entwicklungsprozesse.

 

Ø  Auch in der Pubertät können Entwicklungsprozesse empfindlich gestört werden.

 

Ø  Im Erwachsenenalter können soziale Faktoren, Umweltfaktoren, emotionale Prozesse, Lebensweise und Ernährung einen eher kleinen Einfluss auf die Spermienqualität nehmen.

 

Ø  Von Plantagenarbeitern und Landwirten, die einen engen Umgang mit den verschiedenen Insektiziden und Pestiziden hatten, wissen wir, dass ein hoher Prozentsatz zumindest eine verminderte Spermienanzahl entwickelt, bei manchen Giften sogar bei 90% der untersuchten Männer eine Azoospermie, also ein vollkommenes Fehlen von Spermien im Ejakulat  aufgewiesen hatten. Ebenso stieg die Fehlgeburtsrate ihrer Frauen. Also auch hier scheint etwas „dran“ zu sein.

 

 

 

Sprechen wir von unseren wirkungsvollsten Giften, den Pestiziden, dann ist hier bemerkenswert, dass ihre Schädlichkeit darauf zurück zu führen ist, dass sie im Körper des Menschen eine östrogenähnliche Wirkung haben. Östrogene spielen also immer wieder eine Rolle, für die Gesundheit der Frau ebenso wie für die Gesundheit des Mannes. Halten wir das einfach erst einmal so fest.

 

 

Birgit Zart 2010