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Fruchtbare Väter
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Die Nichtbehandlung unserer Männer

 

Weshalb werden Deutschlands Männer nicht behandelt, wenn sie ein defizitäres Spermiogramm abliefern?

Liebe Leserinnen und Leser: Ich weiß es nicht! Ich habe tatsächlich keine Antwort auf diese Frage. Ich weiß nur Eines: Rein theoretisch wäre es doch es der viel vernünftigere Weg, die Ursache zu behandeln, anstatt am Kollateralschaden auf lange Sicht herumzudoktern und Geld zu verdienen.

 

Derlei Gedanken machen sich inzwischen viele Kinderwunschpaare. Und in der Tat machen sie sich auf neue Wege, probieren neue Möglichkeiten aus, an der Spermienqualität des Mannes endlich etwas zu ändern. Diese Wege sind nicht immer erfolgreich. Sie haben auch nicht immer wirklich einen Sinn. All diese Bemühungen zusammen genommen zeigen doch aber auf, dass sich in der deutschen Kinderwunschwelt etwas bewegt, und zwar. Gehörig!

 

Die deutschen Väter befinden sich in einer Aufbruchsstimmung. Gewiss, hinter vielen dieser Väter befinden sich deren Frauen als Initiatoren, was in Anbetracht des ungleichgemäßen Gewichts einer Kinderwunschbehandlung zu Ungunsten der Frauen, ja auch nicht verwundert. Sie sind es, die Wunschväter und Wunschmütter, die sich nun auf den Weg machen, auch sie sind also gewissermaßen Pioniere.

 

Im Rahmen meiner Praxiserfahrung begegne ich vielen erfolgreichen Ansätzen, aber auch vielen überflüssigen Bemühungen. Manchmal tun sie mir richtig leid, unsere werten Herren, wenn ihr Alltag sich aus der bisherigen Unbeschwertheit drastisch verändert, oft hin zu einem pausenlosen, von der Frau kontrollierten Spermienqualitäts- und Kinderwunschprocedere, welches von den verschiedensten Ernährungsideen ausgeht bis hin zu Experimenten im Liebesleben, wie mit Abstinenzzeiten wechselnder Kalendersex;  ich höre von Flugplänen nach Eisprungskalender, von Verboten und Geboten rund um Sauna, Sitzheizung, Fahrradfahren, von der Passform männlicher  Unterhosen, von Handyverbot, vom Verbot des Feierabendbierchens und natürlich der Zigaretten, und mir werden die diversen Nahrungsergänzungen und Diätvorschriften zu getragen, von denen ich mich manchmal Frage: Wie lange kann oder will ein Mann das eigentlich aushalten?

 

Meine Damen, hier gehört ganz unbedingt eine Ordnung herein. Und Ruhe in die meisten Fälle!

Ich spreche hier ganz bewusst auch uns Frauen an, denn die Frauen sind es doch, von der all solche Versuche zur Rettung der Spermien ausgehen. Ich habe sie ertappt, nicht wahr?

 

So verkehrt ist das ja auch nicht. Wenn ich mir in Erinnerung rufe, wie geknickt, und vor allem zur Tatenlosigkeit gezwungen so mancher Mann nach der Verkündung seiner miserablen Zeugungsqualitäten sich fühlt und wie hilflos, dann erkenne ich darin keinesfalls  nur den Wunsch nach einem Baby- egal wie, sondern auch all das enorme Maß an Liebe, die dem Mann unserer Träume ganz unbedingt aus seiner misslichen Lage heraus helfen möchte.

 

Auch ich möchte hier helfen. Ganz ehrlich, diese Liebe hinter all dem war die Initialzündung für mich, dieses Buch überhaupt zu schreiben. Deutschlands Frauen und Männer haben sich auf den Weg gemacht, sie haben viel probiert, hatten mit der einen oder anderen Idee Erfolge, hier und da blieb aber der Erfolg auch aus. Es ist Zeit, nun dieses so zustande gekommene Wissen einmal zusammen zu fassen, es ordentlich durchzubürsten und nach gründlicher Prüfung dann die „guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ zu tun.

 

Wir sind an einen Punkt gelangt, wo es wichtig erscheint, uns ganz unvoreingenommen all diesen Theorien und vorhandenen medizinischen Ansätzen, als auch all den naturheilkundlichen Erfahrungen neu zu nähern, und vor allem sie zu unterscheiden in: wirkungsvoll und nicht wirkungsvoll. 

 

Birgit Zart 2010