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Zur Qualität der Spermien- Tacheles!

 

Ihr Lieben,

ich frage mich, wie oft ich zu dieser Frage schon Stellung bezogen habe.

Das Dumme ist: Meine Antworten werden im Laufe der zeit halt immer kürzer.

 

Ein neuer Anlauf:

Niemand weiß, wie ein Spermiogramm im Moment einer Zeugung aussieht.

Wie sollte das auch gehen? Man müsste tausende von Echtzeit-Proben sich in diesem Augenblick vermehrender Paare ergattern, um überhaupt einmal zu studieren, was denn wann und wie gut zeugt. 

Dass Viel viel hilft, ist in diesem Fall eine echt theoretische Auffassung. 

Und die wird millionenfach wiederlegt, nämlich von allen Männern, die ein optimales Spermiogramm vorzuweisen hätten, aber dennoch- auch bei "gesunden" Frauen - nicht zeugen. 

Nicht im Reagenzglas.

Nicht zuhause.

Und übrigens auch nicht bei den Frauen, die sich kleine Wikinger der ach so potenten Skandinavier schickenlassen. 

Ist ein Kinderwunsch erst einmal da, dann beruhigt ein gutes Spermiogramm allenfalls die Nerven, es ist aber nicht die Rettung.

 

Von einem suboptimalen Spermiogramm sollten wir uns daher nicht ablenken lassen.

 

Es wird schwanken, und ja: Natürlich hauen starke Medikamente da rein. Aber Hallo!! Und es dauert eine Weile, bis sich ein Mann davon wieder erholt, bis er sich regeneriert hat.

 

Was leider außer Acht gelassen wird, ist, wie sehr sich die Spermienanzahl und - Qualität an den Emotionen des Mannes entlang entwickelt.

 

Schade, dass das Buch von Robin Baker (Krieg der Spermien) nicht mehr aufgelegt wird! Als Wissenschaftler hat er ein Sachbuch geschrieben, also gut lesbar für alle, in dem er aus seinen Feldstudien berichtet: Er fuhr mit Studenten in ein spanisches Biotop und bat sie alle, ihm Spermienproben sozusagen aus allen Lebenslagen zu liefern.

Das ist eine ganz andere Liga, als ein Laborversuch!!

 

Ein Laborversuch untersucht immer eine Theorie, die jemand vorher formuliert hat. Ein Feldversuch beobachtet einfach nur und deshalb bietet er Chancen, auch Unerwartetes zu entdecken.

 

Baker entdeckte Unerwartetes: Denn je nach emotionaler Situation des Mannes veränderten sich in kürzester Zeit die Spermien, und zwar nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihren Eigenschaften. War die Partnerin beispielsweise einige Tage abwesend, so bildete ein Mann sogenannte Killerspermien, die nicht in erster Linie der Zeugung dienten, sondern der Vernichtung möglicherweise vorhandener Spermien eines Konkurrenten. Bereits zwei Spermiogramme später überwogen wieder die zeugungsmotivierten Spermien.

 

Baker beschreibt, wie prompt das Spermiogramm sich anpasst. Da war nichts zu finden, von wegen drei Monate bis sich das Ergebnis ändert. Das ging postwendend.

 

Das Buch gibt es nur noch gebraucht. Das ist schade. Und je länger seine Ausgabe zurückliegt, desto mehr vergessen die Menschen scheinbar um seine wichtige Botschaft.

Doch wem sollte auch gelegen sein an einem Wissen, mit dem sich kein Geld verdienen lässt? Welchen Sponsoren sollte es geben für ein solches Wissen?

 

 

Es ist definitiv lukrativer, einen solchen Forschungszweig in der Mottenkiste verschwinden zu lassen, und stattdessen noch mehr emotionalen Druck auf unsere Herren der Schöpfung auszuüben.

 

Da schöpft man dann gerne aus vollen Töpfen, wenn man teure und aufwendige medizinische Procedere an der Frau vollzieht.

Ich möchte nicht sagen, dass dies nicht auch funktionieren kann.

 

Ich möchte nur deutlich machen, dass eben Therapieverfahren, die gewinnversprechend sind, eben immer auch von genau den Insitutionen finanziell unterstützt werden, die sich diesen Gewinn versprechen. Hier wird geforscht.

 

Und die freien Forscher? Die kosten Gewinne. Man erträgt sie, lässt sie vorüber ziehen, atmet womöglich auf, wenn sie endlich überstanden sind.

Niemand käme auf die Idee, beispielsweise für ein solches Buch mal eben einen Werbespot im Fernsehen zu finanzieren.

 

Werbespots aber gibt es! Die haben mich vom Hocker gehauen, und Heike gleich mit. Da saßen wir vor einigen Jahren in einem Saal voller IFV-Spezialisten in Österreich. Vor uns eine riesen Leinwand, auf ihr zu sehen: Eine junge, dynamische Frau in einem offenen, roten Cabriolet. Und der Vortragende spricht zu den Gynäkologen: "Meine Herren- die Kaufentscheidung trifft immer die Frau. Welche Sorte Frau in Ihrer Praxis landen wird, das entscheiden Sie allein."

 

Unmittelbar nach dem Vortrag standen im Foyer die Kreditvermittler eines großen Pharmakonzerns, der den aufsteigenden Gyns ihre neuen Praxispläne finanziell möglich machte.

 

Mädels, nach wie vor helfen die Kinderwunschzentren vielen Paaren. Das steht außer Frage. Und die meisten Ärzte, die solche Praxen führen sind engagierte und wirklich gute Ärzte.

 

Ich rede hier nur mal Tacheles, was die Forschung angeht.

Und eigentlich ist ja unser Thema: Wie gehe ich mit der Information um, dass mein Mann ein suboptimales Spermiogramm hat.

 

Wir sollten es im Auge behalten.

Wohlwissend: Wenn es dann optimal ist, ist das nicht das Ende der Fahnenstange.

 

Wir sollten unseren gesunden Menschenverstand nutzen.

 

Wir wissen, dass der Zyklus einer Frau gerne ins Schwanken gerät, sobald sie beginnt, ihn zu kontrollieren. Und wir wissen ebenso: Auch ein Spermiogramm kann ins Schwanken geraten, um so mehr, je mehr seelischer Druck auf dem Mann lastet. Gewiss, viele Männer stehen beruflich unter einem enormen Stress. Viel wichtiger für eine gute Spermienqualität aber ist emotionale Stressfreiheit innerhalb der Beziehung!

 

Wenn wir denn also nach Ursachen Ausschau halten, dann seien wir so mutig und richten den erhobenen Zeigefinder zunächst auf uns selbst. Und seien wir ehrlich: Ist das stressfrei, nach Hause zu kommen, der Partnerin ihren unerfüllten Kinderwunsch an der Nasenspitze anzusehen, ist das stressfrei, zeugen zu sollen anstatt sich im Liebesspiel zu verlieren? Wie lange kann selbst ein gutes Spermiogramm solche und ähnliche Strapazen aushalten, ohne dabei Schaden zu nehmen?

 

Ich weiß, das ist jetzt ein klein wenig gemein. Aber, das ist ein Volltreffer, nicht wahr? Wir müssen das ja nicht über Nacht ändern. Doch eingestehen sollten wir es uns:  Auch unsere Partnerschaft kann ein Stressmoment in den Gefühlen des Mannes sein, und wir sollten uns auf den Weg machen, auch das Glück des Mannes wieder in den Mittelpunkt unserer kleinen Familie zu stellen. Geben wir uns doch ein wenig mehr Mühe, ihm den Zeugungsdruck zu nehmen. Dafür müssen wir selbst zunächst ein wenig aus dem Mittelpunkt allen Geschehens rücken.

 

Mit dem Glück unserer Männer haben wir sehr wohl etwas zu tun. Es ist unserer nahe liegenden Baustellen, krempeln wir also die Arme hoch und machen wir uns in kleinen Schritten ans Werk.

 

Der zweite Schritt ist dann erst die naturheilkundliche Anwendung: Die Entgiftung, die Entspannung und die nutritive Versorgung mit allem, was ein körper eben benötigt,um gesund zu sein.

 

Der dritte Schritt erst, ist die Optimierung der Spermienqualität, in der Selbstanwendung gerne mit Phyto-L. Wenn alle Frauen hier im Forum noch fleißiger ihre Erfahrungen ins Archiv stellen würden, dann müsste keiner mehr lange suchen, um zu erfahren, was dieses kleine Mittelchen allein bewirken kann.

 

So, und nun erst kommen wir zur Therapie. Es gibt seit Menschengedenken Therapien für die Zeugungskraft der Männer. Auch für sie laufen keine Werbespots im Fernsehen. Es besteht definitiv kein Wirtschaftliches Interesse, die Zeugungskraft eines Mannes wieder herzustellen, oder es wenigstens zu versuchen, wenn doch bei Gelingen dieser Therapie dann andere Therapien nicht zur Anwendung kommen. Repromedizinische Maßnahmen an der Frau sind invasiver und gewinnbringender. Das darf man mal klar so sehen.

 

Hier wird üblicherweise nicht an die Ursache gegangen. Es ist vielmehr so: Ich fahre zur Tankstelle, der Diesel, den mein Auto braucht, ist alle. Und der Tankwart sagt mir nicht etwa: Kommen Sie doch Morgen wieder. Nö. Er sagt: Ich habe da eine gute Idee- wir können ihnen einen schicken Benziner in ihr Auto einbauen. Damit können sie dann fahren.

 

Ich übertreibe, ich weiß.

 

Ich verstehe aber nicht, und ich werde mich auch nicht mehr länger damit abfinden, weshalb Jahrhunderte lang bewährte Therapien aus der Naturheilkunde und der Homöopathie und auch aus der Medizin bei der Diagnose eines suboptimalen Spermiogrammes nicht zur Anwendung kommen, und wenigstens versucht werden,

bevor man die komplette High-Technik in die Gänge bringt.

 

Eine IVF, eine ICSI sind eine enorm anstrengende Prozedur für die Frau. Sie belastet die Gesundheit der Frau.  Sie sind ein möglicher Weg zum Kind, doch vernünftigerweise erst nachdem andere Wege versagt haben sollten.

 

Nach Angaben der Uni Heidelberg (Stand 2007) suchen 50% der Paare nach gescheiterter medizinischer Kinderwunschtherapie eine Paartherapie auf.

 

In den Foren und in der Praxis erleben wir nach gescheiterten Versuchen sehr erschöpfte Frauen, das kommt nicht nur von der Enttäuschung. Der Zyklus kann aus dem Rhythmus sein, die Hormonbalance stellt sich oft nur sehr schleppend wieder ein, die Schilddrüse macht nicht mehr mit, der Job ist lange schon zu anstrengend und vor allem: Es fehlt Glück in der Partnerschaft. Es wurde abgelöst durch ein scheinbares gemeinsames Ziel.

 

Dass ein Paar emotional und gesundheitlich wieder genau das ist, was es war, noch bevor es einen längeren unerfüllten Kinderwunsch hatte, ist oft die erste Etappe in einer gelingenden Kinderwunschstrategie.

Wir kommen ohne eine medizinisch unterstützte Zeugung nicht aus, versteht mich da nicht falsch. Doch sollten wir wissen, was auf uns zu kommt, wir sollten wissen, worauf wir achten müssen.

 

Hier und heute sollen es mal unsere wunderbaren Männer sein, denen auf die eine oder andere Weise immer eine Zeugungskraft innewohnt.

Sie zu entdecken, zu unterstützen , zu respektieren und zu hegen, das soll ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Kinderwunschtagebuch sein.

 

Einen Teil davon kann jede Frau an ihrem Partner selbst leisten.

 

Und dann kommt in einer vernünftigen Reihenfolge die Therapie eines Spermiogrammes immer vor einem medizinischen Eingriff an der Frau.

 

Das geht in der Selbstanwendung dann irgendwann nicht mehr. Aber jeder klassische Homöopath kann das.  Wie das geht, das steht in jedem Repertorium! In den Repertorien ist die Therapie des Mannes seit zweihundert Jahren dokumentiert. Mehr geht also nicht!

 

Und auch unsere Anthropologen können es, wenn sie denn nur wollen. In meine Praxis kommen ab und an Männer, deren Spermiogramme erfolgreich behandelt wurden. Gewiss, sie sind selten. Es scheint aber zu gehen. Die Frage ist nur: Weshalb geschieht dies nicht an allen Männern?

 

 

Meine Lieben, danke ,dass ihr mich so lange ausgehalten habt. Manchmal ist mir einfach nach Tacheles.

Lasst dies meinen eigenen kleinen Werbespot sein.

 

Zum Wohle unserer Männer!

 

Morgengruss

Biggi, Oktober 2009