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Die Schilddrüse
Untersuchung der SchilddrüseJod in Lebensmitteln

Untersuchung der Schilddrüse

 

Aufgepasst bei der Schilddrüsenuntersuchung

 

In der Kinderwunschzeit sollte man gut auf seine Schilddrüse achtgeben, denn sie kontrolliert den Stoffwechsel in jeder Körperzelle.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) kann verschiedene Symptome hervorrufen, die wichtigsten sind: Gewichtszunahme, trockene Haut, brüchige Nägel, niedrige Körpertemperatur, Lustlosigkeit, Gedächtnisprobleme, schmerzhafte Menstruationsblutungen, oft begleitet von klumpigen Blutungen und Haarausfall.

 

Es gibt zwei Arten von Schilddrüsenhormonen:

 

Das Hormon, welches unser Körper hauptsächlich produziert ist das T4. (Thyroxin). T4 ist das Schilddrüsenhormon mit der geringeren Wirkung, denn es ist eigentlich ein Speicherhormon. Wir wissen ja, unser Körper sorgt gerne vor und hat die Speisekammer lieber voll.

Bei Bedarf verstoffwechselt er das T4 in eine aktivere Form des Schilddrüsenhormons: Das T3 ( Trijodthyronin).

Ein T3 Mangel ruft Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion hervor.

 

Hormontests:

 

Wir haben festgestellt, dass die Untersuchungen  der Schilddrüsenhormone bei den meisten unserer Patienten  zu variieren scheinen.

 

Viele Ärzte untersuchen nur das T4 und erstellen von hier aus eine Diagnose.

 

Für Menschen, die nicht in der Lage sind, das Speicherhormon T4 in seine aktivere Form T3 umzuwandeln,  stellt dies ein Problem dar, denn sie werden womöglich die Diagnose „gesund“ erhalten, da ja ausreichend T4 im Blut vorhanden ist, die aktive Form, T3 , jedoch nicht, und sie sich somit in einem Mangel befinden.

 

 

Medikamente:

 

Die am meisten verschriebenen Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion sind in Deutschland reine T4 Medikamente, wie L-Thyroxin, L-Throx, Euthyrox, Eferox, Berlthyrox.

T4 hilft Menschen mit einem T4 Mangel. Leiden sie an einem T3 Mangel, werden diese Medikamente nur unzureichend helfen.

Dies sind zumeist diejenigen Patienten, die sich nicht sicher sind, ob sie gut eingestellt sind, oder nicht, da sie eine unmittelbare Wirkung nicht deutlich spüren können.

 

Kontrolliert wird bei ihnen weiterhin der T4-Spiegel. Ist dieser unter der Medikamentengabe in der Norm, bestätigt er dem Arzt die Fortsetzung der T4 Zufuhr.

 

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten:

 

Einige Medikamente stören den Schilddrüsenstoffwechsel, also die Umwandlung von T4 in T3, oder verlangsamen ihn. Das sind zum Beispiel Cholesterinsenker und Betablocker.

So erklärt sich also die Gewichtszunahme, die beide Arzneimittelgruppen verursachen.

Bedenklich ist, dass Menschen, die diese Arzneien einnehmen müssen, oft mit einer unerkannten Schilddrüsenunterfunktion leben müssen.

 

Umgekehrt kann die medikamentöse Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion

durch diese Wechselwirkung konterkariert werden

 

TSH- Schilddrüsenstimulierendes Hormon

 

Viele unserer Patienten werden auf TSH untersucht, einem Hormon, das die Hypophyse ausschüttet, sobald sie bemerkt, dass der Schilddrüsenhormonspiegel absinkt.

Sie fordert mit diesem Hormon sozusagen die Schilddrüse auf, bitteschön mehr T4 zu produzieren. Es ist logisch, dass die Hypophyse das nicht den ganzen Tag über kontinuierlich tut, sondern immer nur, wenn es notwendig ist. Somit kann der jeweils gemessene TSH-Wert

als eine Art Schnappschuss gesehen werden, und das Meßergebnis entsprechend gewertet werden.

 

Normale TSH-Werte variieren von einem Labor zum anderen etwas. Ausserdem variiert  die „Norm“ des TSH in den verschiedenen Ländern.

 

In Deutschland gilt zur Zeit als Norm: etwa 0,3 bis 4,2

 

Dr. Michael Platt meint hierzu:

„Ärzte behandeln oft erst ab einem deutlich hohen TSH-Wert von mehr als 4,2. Patienten mit solch hohen Werten sind bereits in einer massiven Unterfunktion. Mein Bestreben ist es, den TSH-Wert so nahe wie möglich an der 03-Schwelle zu halten, denn dann kann ich sicher sein, dass die Patienten beinahe 100 % des verabreichten Schilddrüsenhormons auch wirklich verwenden.“

 

 

Was wir tun können

 

Zu einer Schilddrüsenunterfunktion gehören nicht nur Laborwerte, sondern die Gesamtheit unserer Symptome.

Bestehen Beschwerden, wie Gewichtszunahme, trockene Haut, brüchige Nägel, niedrige Körpertemperatur, Lustlosigkeit, Gedächtnisprobleme, schmerzhafte Menstruationsblutungen, oft begleitet von klumpigen Blutungen ,Haarausfall und Müdigkeit, sind diese in die Anamnese mit einzubeziehen.

 

Ein adäquater Schilddrüsentest sollte beinhalten:

-          Freies T4

-          - freies T3

-          - TSH

 

T3- Präparate

 

Eine sinnvolle Schilddrüsenmedikation sollte also beide Schilddrüsenhormone beinhalten.

In Deutschland gibt es verschiedene T3 Monopräparate: Thybon und Trijodidthyronin.

Und es gibt Kombi-Präparate mit T3 und T4, z.B. Novothyral und Prothyrid.

 

Es gibt  auch ein Kombinationspräparat mit bioidentischen Hormonen, es enthält T3 und T4: Armour. Es ist in Deutschland nicht zugelassen, kann aber problemlos vom Arzt verschrieben und über eine internationale Apotheke bestellt werden.